Selbstmordgedanken wegen Chemotherapie (Therapien)

Idefix, Körbchen, wenn ich nicht gerade rumflitze, (vor 3716 Tagen) @ Edithelfriede

Liebe Eddithelfriede,
ich bin weiblich :-)
Ich hatte ein viertel Jahr nach der Diagnose MS die Diagnose Brustkrebs.
Der Krebs hatte Vorrang weil er an der Grenze zu Metastasierung war. Ich bekam einen Kurs Chemo nach dem FEC-Schema wobei manche MS-Profs das Cyclophosphamid auch für MSler entdeckt haben.

Als ich in der Uniklinik Mitoxinfusionen hatte ich als Begleitmedikation gegen die Übelkeit Zofran iv bekommen und bei geringerer Mitoxmenge dann Paspertin.
Die physischen Nebenwirken von der Chemo waren so dramatisch gewesen das ich erst als ich mir Dronabinol hatte verordnen lassen körperliche Besserungen erfahren habe.
Psychopharmaka nutzen meiner Meinung nach bei MS nichts und ihr Einsatz ist generell ein Behandlungsfehler bei körperlichen Erkrankungen wie MS!

Zofran hab ich auch immer in der ersten Nacht nach der Chemo genommen. Wenn die Schleimhäut aufgegangen sind Pantoprazol
Bei meinem ersten Nervenzusammenbtuch währen der BK-Chemo bekam ich gar keine Psychopharmaka... Weil sie es sich nicht getraut haben bei mir... Vielmehr mußte ich an mir arbeiten.

Meine Erfahrfahrung mit den Chemos war die Einstellung dazu. Natürlich wußte ich, was es für ein Rattengift war daso ich bekam und nicht so harmlos war wie Mitox. Hinzukamen noch ne Menge Antihormone um alles still zu legen... Ich wurde mal für einige Zeit in die Wechseljahre geschossen. Der Nervenzusammenbruch war einfach rational eine Folge totaler Überforderung. Die Medis, eine Portinfektion, massiver Gewichtsverlust, Auswirkungen auf den Job, Zusammenprall mit dem eigenen Perfektionismus, die Diagnose Krebs als solche....
Das war alles a bissele viel.

Zur Therapie mit Cannabis sollten Ärzte Patienten anleiten bzw Dronabinol auf Kassenrezept verordnen können!
Als MSlerin will ich wieder gesünder werden aber da ich noch nicht wieder so gesund bin wie vor meiner MSerkrankung brauche ich es noch

Naja ob Canabis gesünder ist wage ich zu bezweifeln. Bei meinem Aufenthalt auf der Psychosomatik habe ich bei Mitpatienten die aktuellen Folgen von zuviel Canabis erlebt und in meinem Umfeld leidet einer unter den Spätfolgen. Und die sind nicht gerade lustig.
Ich habe noch nie in meinem Leben Canabis oder ähnliches konsumiert.
Daß Canabis bei manchen helfen kann will ich nicht ausschließen aber, daß man davon gesund oder gesünder wird bezweifle ich.
Schüssler Nr 7 reicht bei mir gegen Spastik... In unserer SHG haben wir damit gute Erfahrungen. Einer von uns hat massive Spastik und muß Sativex und Co nehmen.

Ich nehme seit Jahren Citalopram in der niedrigsten Dosierung. Die MS hat wohl doch meinen Hirnstoffwechsel beeinflußt. Ich nehme damit nicht zu und ermöglicht mir meine innere rationale Distanz zu Ereignissen, die mich früher massiv belastet hätten. Meine Medikation ist ein Minimum von dem was andere nehmen. Corti, Citalopram und einmal am Tag Fampyra.

Ich bemühe mich einfach nüchtern und rational mit meiner MS um zu gehen. Schulmedizin wo nötig, Komplementäre Ansätze werden eingebaut. Sport, Hirnleistungstraining, Ernährung aber nicht dogmatisch sondern parziell und auf meine MS bezogen.
Ich weiß Du bist begeistert von Evers. Ich komme eher aus der TCM und habe gute Erfahrungen mit der Lebensmittelthermik nach TCM gemacht. Bei Rohkost im Winter würde ich erfrieren... Ich bin nun mal ne Frostbeule

Liebe Grüße
Idefix

Sorry für manche Fehler, wir plaudern gerade nebenher...


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