Ich oute mich - Cortison (Allgemeines)

W.W., (vor 3374 Tagen) @ agno

Ich kann sehr gut verstehen, dass sich jemand Cortison geben lässt, wenn er einen Schub hat, der ihm Angst macht. Und niemand muss sich dafür entschuldigen.

Aber die ganze Unsicherheit, die mit MS-Schüben und Cortison verbunden ist, ist wieder da. Fast alle Neurologen empfehlen 3-5mal 1000mg Methylprednisolon intravenös. Wie soll man sich als Patient dem entgegenstellen?

Aber ich wollte nur noch einmal klipp und klar sagen, was ich meine und warum mich das Ganze so sehr berührt.

Ich meine mit Renate_S., man sollte diese Hochdosis-Cortisontherapie nicht mehr durchführen, 3-5mal 500 bis 1000mg sind viel zu viel! Aus meiner Sicht ist Dexamethason (Fortecortin) vorzuziehen, und die intravenöse Gabe ist der oralen nicht vorzuziehen. Die Dosis beträgt etwa 30mg Fortecortin einmal pro Tag oral über 3 bis 5 Tage. Dazu täglich Omeprazol 20mg und zwar 2-3 Tage länger als das Fortecortin.

Meiner Ansicht nach führt die Cortisongabe nicht dazu, dass der Herd und die durch ihn bedingte Symptomatik günstig beeinflusst wird, aber die jetzige Diskussion hat mir wieder vor Augen geführt, wie isoliert ich eigentlich bin.

Warum handelt die Mehrzahl der Neurologen und Krankenhausärzte anders? Das macht mich fassungslos. Mache ich mich mit meiner Einstellung strafbar? Würde ich angeklagt und verurteilt, wenn etwas passiert?

W.W.

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