Zufriedenheit und Immunsystem (Allgemeines)
Es ist mir ein Anliegen, Herrn Weihe ("WW") mit seinem "psychosomatischen Ansatz" zu unterstützen. Für mich ist das keine "schwarze Psychosomatik", sondern es ist etwas, was ich FÜR MICH als wahr erkannt habe.
Als ich damals im "roten" Buch, Wolfgang Weihe, MS, eine Einführung, von der Psychosomatik der MS gelesen hatte, empfand ich eine große Erleichterung. Endlich mal spricht jemand aus, was ich für mich schon lange gespürt und geahnt hatte, dass nämlich meine Erkrankung möglicherweise nicht "aus dem nichts" kommt, also "idiopathisch" ist, sondern dass MÖGLICHERWEISE auch diese psychischen Ursachen eine Rolle spielen. Selbstverständlich nicht im Sinne eines Ursache-Wirkungs-Zusammenhangs, sondern in dem Sinn, dass psychische Einflussfaktoren ein Einflussfaktor unter mehreren SEIN KÖNNEN. Allein dass das mal jemand in einem neurologischen Fachbuch in Erwägung zieht, fand ich sehr erfrischend.
Ich persönlich war sehr unglücklich und unzufrieden in der Zeit vor Ausbruch meiner Erkrankung, ich erwähnte es hier bereits. Und ich glaube, dass dieser Umstand den Krankheitsausbruch begünstigt hat. Ich fühle mich dadurch nicht "schuldig" am Ausbruch der Erkrankung, denn vielerlei Gründe haben damals dazu geführt, dass ich so gefühlt habe, Gründe, auf die ich nicht Einfluss nehmen konnte, zumindest damals nicht. Da spielten Dinge eine Rolle wie Erziehung, Sozialisation, Persönlichkeitsstruktur etc., Dinge, die man nicht eben mal so ändern kann. Und ich wusste es damals einfach nicht besser, ich steckte im Hamsterrad fest und habe nicht über den Tellerrand hinausgesehen.
Als die Erkrankung dann wie ein Donnerschlag über mich kam, war allen Ernstes eine persönliche Gesundheits-Strategie von mir, zu lernen, glücklicher und zufriedener zu sein. Und ich erkannte, dass mein empfundenes Unglück tatsächlich bis zu einem gewissen Grad hausgemacht war, mit einer anderen Einstellung hätte ich das besser meistern können.
An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich meinen Fall nicht repräsentativ sehe für alle MS-Erkrankten, und dass es wahrscheinlich oder auch sicher Erkrankte gibt, bei denen ganz andere Gründe bei der Krankheitsentstehung eine Rolle gespielt haben.
Dass Dinge wie Empfinden von Glück und Zufriedenheit Einfluss auf die Gesundheit und das Immunsystem haben, sind nicht nur diffuse Vermutungen oder Glaubenssätze, sondern es ist zumindest zum Teil wissenschaftlich bewiesen. In einem Wikipedia-Artikel (hier allseits geschätzt
) zur Psychoneuroimmunologie heißt es:
Zitatanfang: Positive Gefühle: Gefühle der Dankbarkeit, der Fröhlichkeit, der Begeisterung und des Stolzes haben nicht nur Auswirkungen auf schnellere Heilungserfolge nach Verletzungen oder Operationen, sondern auch auf die Effektivität und Regulierung des Immunsystems. Bei HIV-infizierten Männern konnte eine geringere Sterblichkeitsrate nachgewiesen werden. Allgemein wurde eine höhere Resistenz gegen Rhinoviren, die Erreger von Schnupfen und Erkältung festgestellt.
Wenn negative Gefühle vorherrschend sind, so zeigt sich eine Tendenz zu einem Verlust der Balance im Immunsystem an verschiedenen Stellen. Die Folge ist, dass das gesamte System nicht mehr so effektiv arbeiten kann und demzufolge Infektionen nicht so schnell erkannt und bekämpft werden können.
Schon das Anschauen eines lustigen Videos bewirkt einen Anstieg der Anzahl diverser am Immunsystem beteiligten Zellen." Zitatende
Ich beende mein posting mit einem weiteren Zitat, und nun Voltaire: Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein 