psychische Faktoren @ Philipp @ Boggy (Allgemeines)

Nalini, (vor 3501 Tagen) @ Philipp

@ Philipp Meine psychologischen Faktoren sind nichts spektakuläres, jede Person, die sich mit psychologischen Themen nur ansatzweise beschäftigt hat, kennt das. Zum Beispiel Stress, das, was wir alle - mehr oder weniger - kennen. Stress und als Problemlösungsmöglichkeit Stressmanagement: Entweder Änderung der stressverursachenden Situation oder, wenn das nicht möglich ist, Versuch einer Änderung der persönlichen Einstellung dazu. Ein weiteres Beispiel Stress oder Negativität in sozialen Beziehungen. Ein schönes Beispiel war bei Wolfgang Weihe eine Schwiegermutter, die ständig ungefragt ihre Nase in alle Angelegenheiten hineinsteckt. Manche sprechen dann von "giftigen" Beziehungen, die man entweder löst oder man verändert den Umgang damit. Oder auch Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen aufbauen bzw. erhalten. Und und und ...

Was uns krank und "kaputt" machen kann, was unser Wohlbefinden beeinträchtigt, müssen wir selbst entdecken, gegebenenfalls mit psychotherapeutischer Unterstützung. Und es ändern, sofern dies möglich ist.

Von meiner Lebenskrise in der Zeit vor Ausbruch der Erkrankung habe ich schon berichtet. Auf weitere persönliche Erfahrungen möchte ich hier in der Öffentlichkeit des Forums nicht näher eingehen. Denn dann wirds ziemlich privat. Ich könnte mir vorstellen, dass du Verständnis dafür hast. Vielleicht ergibt sich ein Dialog in einem anderen Kontext.

@ Boggy Irgendwo sehe ich schon die Gefahr, in sowas wie "schwarze" Psychosomatik abzugleiten. Es ist halt eine Grenzwanderung. Der Autor in deinem link nennt als wichtiges Kriterium für "schwarze Psychosomatik" die "Allmächtigkeitsbehauptung", also die Idee, über Psychotherapie die Krankheit beherrschen zu können. Hier stellt sich mir die Frage, ob nicht alle Ideen von uns Patienten, die wir uns von der Schulmedizin weitgehend abwenden und versuchen, uns selbst zu helfen, irgendwie auch eine "schwarze" Seite haben. Die einen versuchen es mit Ernährung oder speziellen Diäten, die anderen mit Vitamin D, eine dritte Person mit Chi Gong usw. Auch hier könnten irgendwelche Personen auf die Idee kommen, Patienten, denen es nicht so gut geht, implizit eine Schuld aufzubürden, da sie nicht genügend Ernährung, Sport, Vitamin D, etc. praktiziert hätten. Bei mir ist es (unter anderem) ein VERSUCH, über seelische Arbeit und ein verbessertes seelisches Wohlergehen mein Immunsystem und damit die Krankheit zu verbessern. Ist das automatisch "schwarze" Psychosomatik?

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