Abmeldelink oder Festhalten an der "MS" - Gedanken dazu (Straßencafé)
Allerdings ist mir der Begriff Sklerose grundsätzlich unsympathisch, weil ich damit endgültigen Stillstand assoziiere.
Da ist kein Leben mehr, das sich weiterentwickelt, da ist nichts mehr in Fluss, sondern alles bleibt, wie es ist. Das ist wie ein Mensch, der sein Leben lang immer das Gleiche tut und denkt.Falls Du Dich auf das Experiment einlässt:
Was könnte im schlimmsten Fall passieren und was im besten?
Es mag sehr unterschiedlich und im Zweifelsfall eben gar nicht komplett erschöpfend eruierbar sein, wie weitreichend "MS" uns bzw. mich böse verzaubert, festnagelt und hypnotisiert, was diese Diagnose alles mit mir macht und gemacht hat, auch wenn die Bedeutungen und Verläufe derart unterschiedlich sind.
Angesichts der bisherigen Erfolge "wissenschaftlicher" Bemühungen, viel hätte ich wohl nicht verpasst.
Fampyra wohl schon, Lyrica vielleicht, Biotin, und sonst?
Was sind zu befürchtende Nachteile:
- ich könnte den wissenschaftlichen Fortschritt in spe verpassen, und hilfreiche neue Behandlungsmethoden nicht mehr zur Kenntnis nehmen.
- ich müsste auf den mich umgebenen Mythos dieser furchterregenden, potentiell Mitleid-, Hilfsbereitschaft und was noch alles auslösende Reaktionen verzichten
- in MS Foren zu dichten würde dann so gar keinen Sinn mehr machen, und ich müsste ggf. Alternativen suchen/finden
Was ich mir davor erhoffe, die Diagnose MS aus meinem Leben zu streichen:
- es könnte sich deutlich unbeschwerter und freier Anfühlen, dem Damoklesschwert zu entkommen
- ich könnte vielleicht frei all meine Zeit hier in den Forenwelten anders leben?
- in MS Foren zu dichten würde dann so gar keinen Sinn mehr machen, und ich müsste ggf. Alternativen suchen/finden
Unklare Folgen:
- mein Selbstbild wird/könnte sich verändern
Vielleicht bleibt auch alles, wie es ist, das wäre auf eine Art sicher ernüchternd oder auch nicht.
Gerne nehme ich weitere Ideen dazu entgegen.
