Abmeldelink oder Festhalten an der "MS" - Gedanken dazu - Ausnahmen (Straßencafé)
Okay, Du möchtest das Etikett loswerden und damit verbunden die Unsicherheit. Das ist verständlich, aber der Plan wird nicht aufgehen – vermute ich.
Es hört sich ein bisschen so an, wie bei Menschen die ihren kompletten Lebensstil ändern (Freundeskreis, Arbeitsplatz, Umzug etc.) um ihre Probleme loszuwerden, ohne sich selbst zu verändern. Was wird passieren? Es wird erneut zu Schwierigkeiten kommen, weil die Ursache des Ganzen nicht behoben ist.
Und ja, Du hast Recht. Viele Menschen sind froh, endlich eine Diagnose zu haben. Keineswegs nur, um nicht als Hypochonder dazustehen, sondern weil das „Kind“ dann endlich einen Namen hat. Dieser Punkt würde Dich nicht treffen, sagst Du. Bist Du Dir da sicher?
Wäre es nicht vielleicht besser an Deiner Sichtweise auf die MS zu arbeiten? Aber wem sage ich das eigentlich. Du bist doch Psychologe und hast sicherlich daran gearbeitet.
Irgendwas an dem Gedanken muss extrem verlockend für Dich sein, aber was das genau ist, erschließt sich mir nicht wirklich.
LG
Ich möchte damit aufhören, mich selbst mit diesem böse Zauber zu belästigen, so die Idee.
Aber für den Fall, dass ich mich mal wieder z.B. auf den Partnerschaftsmarkt werfe, das wäre wohl ein Problem, weil da wäre fände ich es unehrlich und unpraktikabel von mir, diese Diagnose zu verschweigen (und bislang habe ich wohl oft aus Unsicherheit das eher ganz schnell offenbart ich und MS... ).
Aktuell steht das offensichtlich nicht zur Debatte, sonst hätte ich wohl schon früher dran gedacht und auch sonst, wenn ich neu Menschen kennenlerne, dann ist ein radikales Leugnen der Diagnose "MS" vielleicht auf eine Art auch "unfair".
Wichtiger Hinweis, da muss ich also noch genauer für mich rausarbeiten, dass dies nur für mich gilt, andere aber durchaus auch weiterhin die Chance bekommen müssen, auch von meiner Diagnose zu erfahren.
Können damit ja dann machen, was sie wollen...
Und wenn das nun also jemand mit mir diskutieren will ... es wird und sollte also Ausnahmen geben, Zeiten, wo ich die Löschung meiner Diagnose MS für mich aufheben kann, aber hypnotherapeutisch ist das zum Glück wohl kein größeres Problem glaube ich, solche Ausnahmen und Rückholmöglichkeiten sind da eh implizit.
Es sollte also weiter Zeiten geben, wo auch ich über meine MS sprechen kann, zumindest wenn es Bedarf und Anfragen gibt.
Meine Sichtweise der MS, das ist mir zu sehr eingebrannt, da nun weiter und noch weiter dran zu arbeiten, aber ein Sprechen darüber muss potentiell erlaubt bleiben - quasi im Ausnahmefall.
Danke!
