Kritik an der weihschen Psychotherapiekritik? (Allgemeines)
...Verpackt in eine sogen. Ambivalenz erscheint es differenzierter als es gemeint ist...
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Hmm... Liebe Jakobine,
der Begriff Psychotherapie impliziert imho man bräuchte eine Therapie,
weil man so wie man ist nicht gut genug ist.
Das muss noch nichteinmal die Denke des Therapeuten sein! Schlimm genug wenn ein Mensch so denkt!
Ich habe damals eine gute Handvoll von Profis verschlissen.
Hilfreich waren imho zwei Charakterstrukturen.
Einerseits warmherzige offene Menschen, die auch zu Gedanken abseits ihrer Ausbildung fähig waren.
und
Dusselige Spezialisten die mir bald zeigten: Hey agno, das kannst Du alleine besser!
Aber, das Leben ist so wie das Leben eben ist! Wenn da Not ist, dann muss an nehmen was man bekommt.
Geniale Engel sind selten zu haben.
Im Leben lernt man nicht nur das was die Bezugsperson lehren will, sondern hoffentlich das was die Schlussfolgerungen im Gesammtpaket zulassen.
Zum Leben gehört auch verabschieden.
Nochmal zusammengefasst als knackiges Fazit:
Insofern würde ich die weihsche Psychotheraiekritik verbiegen und behaupten:
1. Manchmal braucht es jemand zum reden. Es ist gut wenn man nicht alle emotionale Last innerhalb der Familie verteilt.
2. Jede Therapie muss das Ziel haben dem Patienten klar zu machen, dass er sein leben besser organisieren kann als jeder Fachmann.
3. Imho sind alle etablierten Therapiewege die mir bekannt sind, untauglich.
4. Ein guter Mensch mit gutem Herz, ist immer gut genug!
lG agno