Prinzip Pontius Pilatus und der Pöbel (Allgemeines)

fRAUb, Freitag, 12.11.2021, 05:30 (vor 17 Tagen) @ fRAUb

Nun handelt es sich um ein Montgomery Zitat um das sich der Artikel dreht und um
Medizin und Ethik.
Und du hast Recht. Als Angehörige einer sog. "vulnerablen Gruppe", stehen wir an letzter Stelle einer langen Kette.

Die Flucht der Pflege tat weh und tut es immer noch. Das Problem liegt weitaus tiefer als bei den nicht impfwilligen. Es ist, wie überall. Corona verschärft bereits vorhandene Probleme.
Das es jetzt richtig dicke kommt, war absehbar. Das nicht nur im Bereich der Pflege. Auch KindergärtnerInnen, GrundschullehrerInnen,... das werden die Stellen sein, an denen es als nächstes brennt.

Ich fühle mich bei dem "ist jetzt eh egal" Gedanken, ein wenig ertappt. Denn, wie geschrieben "ich bin das letzte Glied einer langen Kette und hab mir lang genug den Mund fusselig geredet. Da greift der Abschnitt mit der sich langsam zu Ende neigenden Geduld. Weil, wie bereits geschrieben, die Probleme auch weit tiefer liegen, als nur bei der fehlenden Impfwilligkeit.
Tja. Wir haben ein dickes Problem. Oder besser geschrieben, mehr als eins.

Und ja, es wäre wünschenswert, wenn der Staat eingreifen würde. Allerdings wäre es auch sinnvoll, er würde das Problem bei der Wurzel packen und nicht am Schopf! Das heißt, die Probleme auch da angehen, wo sie entstehen : bei der Ausbildung diverser Berufsgruppen und der Achtung und dem Stellenwert, sowie beim Gesunsheitssystem. Kann ja wohl nicht wahr sein, dass ein Klinikkonzern seine Mitarbeiter ausquetscht, bis auf den letzten Tropfen! *sorry, aber wo leben wir denn hier?!
Ich kenne bsp auch eine super Kindergärtnerin, die ihre Arbeit mit ganz viel Engagement und Herzblut macht. Sie ist seit 3 Jahren berentet und wird zum aushelfen im Kindergarten immer noch abgerufen. Selbiges droht uns in dwr Pflege, bzw wird bereits so praktiziert!

Wir können uns den Status, in dem wir uns erlauben zu leben schon lange nicht mehr aufrecht erhalten. Und die Ungeimpften? Die verschärfen lediglich die bereits lange vorhandenen Probleme.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass wir beide oder vielleicht auch wir drei, die falschen RuferInnen in der Wüste sind. Und eine Impfpflicht, die evtl kommen könnte, wird vielleicht kurzfristig für etwas Entlastung sorgen, grundsätzlich aber löst sie nicht das Problem und schon gar nicht nachhaltig.

Ja. Ist mir relativ egal geworden und muss jedeR seber wissen, ob er oder sie diese Pandemie überleben will - und mit welchem Ausblick und welcher Hoffnung.

Ich weiß es nicht. Aber warum sollen wir uns hier weiter als RuferInnen in der Wüste betätigen? Was kann ich dafür? Und was kann ich ändern?
Nix.

So what, Ampelkoalition?!


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