Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?) (Allgemeines)
Klick mal hier, Boggy:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/positives-denken-kann-krebs-nicht-heilen-a-11...
Ehrlich, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich Überschriften wie Positives Denken kann Krebs nicht besiegen lese. Da werden tatsächlich noch Studien aufgelegt, die dann zu dem ganz erstaunlichen Ergebnis kommen, dass positives Denken zwar das Wohlbefinden beeinflussen kann, nicht aber den Krankheitsverlauf.
Der soziale Zwang zum Positivdenken kann natürlich Stress bedeuten, ähnlich ist das auch bei MS.
Lebensstildebatten hat es auch schon im 18. Jahrhundert gegeben, siehe die Zeitschrift Der unterhaltende Arzt, die ich neulich verlinkt habe. Damals zählten halt "Coffee" und "italiänisches Eis" zu den üblichen Verdächtigen, war für Körpersäfte und Tugend sehr gefährlich. Und natürlich die Romanliteratur (Suchtpotenzial, aber nur für lesende Frauen).
Der Terminus "Zivilisationskrankheit" scheint eine interessante Geschichte zu haben, der ich gerne nachgehen würde, wenn ich Zeit und Kraft hätte: "Erstmals verwendet wurde der im ausgehenden 19. Jahrhundert entstandene Begriff der Zivilisationskrankheit als Bezeichnung für die Neurasthenie vom New Yorker Neurologen George M. Beard." https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisationskrankheit
Neurasthenie war so eine Modediagnose mit tausend Gesichtern, viele Männer haben sich im Ersten Weltkrieg wegen Neurathenie kriegsdienstuntauglich schreiben lassen.
