Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?) (Allgemeines)

Faxe, (vor 2988 Tagen) @ IceUrmel

auch wenn mich manchmal der Ärger packt, sobald ich die ewig gleichen Thesen lese, bin ich der Meinung es ist legitim sich eine Erklärung zurechtzulegen, wenn es das Leben mit einer Erkrankung tatsächlich irgendwie leichter macht.

Sag doch bitte gleich deutlich dass du alle Theorien die nicht deinem Bild entsprechend für Ausreden und Schönrederei hältst mit der sich Andersdenkende die Welt gestalten.

Dies betrifft allerdings nur die Erkrankten selbst, die sich so ihr Narrativ schaffen (danke Karo!) und auch nur wenn es sie nicht von Maßnahmen abhält, die nachweislich eine Gesundung fördern würden.

Nö, jeder, auch Ärzte dürfen eine Meinung haben und die vertreten. Es obliegt dem Leser/Zuhörer zu entscheiden ob er es glaubt oder ablehnt.

Äußern Mediziner, Wissenschaftler oder andere der Unvoreingenommenheit Verpflichtete eine völlig unbewiesene Hypothese und verteidigen diese vehement gegen jedwedes Argument hat das für mich eine andere Qualität - insbesondere dann, wenn diese These dann auch noch für allgemeingültig erklärt wird.

Ok, dir wäre es lieber diese Mitmenschen würden sich an Leitlinien halten und nicht selber denken? Eine Runde BT für alle oder?

Wo ersteres die Patienten menschlich erscheinen lässt und vielleicht höchstens etwas nervig ist, gerät bei letzterem eine gefährliche Komponente hinzu. Die Vorbildfunktion respektive der Glaubwürdigkeitscharakter, den viele Menschen Medizinern, Wissenschaftlern etc. qua Titel oder „Amt“ zumessen. Aus gutem Grund wird für dubiose Produkte gern mit „Weißkittel“ geworben.

Wenn es dich nervt andere Meinungen zu lesen tu es einfach nicht.

Und spätestens hier ist dann auch für mich Schluss mit lustig. Von Menschen, die es besser wissen müssten, erwarte ich, dass sie sich auch dementsprechend verhalten. Tun sie es nicht, sollte man ihnen argumentativ immer wieder entgegentreten, so wie Du, lieber Boggy, nicht müde wirst es zu tun.

Bedeutet das jetzt wenn ich hier eine andere Meinung vertrete hab ich keine Ahnung und kann es ja nicht besser wissen?

Selbstverständlich kann man der Meinung sein, dass negativer Stress, Überlastung, Ernährung etc. pp. Auswirkungen auf das Krankheitsgeschehen haben und ich empfehle jedem, auszuprobieren, ob er/sie bei Lebensstiländerungen Besserungen feststellen kann.

Ja, kann man, muss man aber nicht. Da stimme ich mal zu.

Aber den Anspruch der Allgemeingültigkeit nur aufgrund einer (wenn auch festen) Überzeugung zu erheben, erfüllt für mich den Tatbestand der Scharlatanerie. Und darauf reagiere ich allergisch.

Wer hat diesen Anspruch wo erhoben in diesem Forum?

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