Schuld und MS ? (Allgemeines)

W.W., (vor 3356 Tagen) @ Philipp

Ich meinte, wir im Forum müssen das so diskutieren, d.h. wir im Forum müssen uns darüber Gedanken machen, was justiziabel ist und was man unter Schuld versteht.

Ich habe gemerkt, dass ich unbewusst das Wort 'Schuld' falsch verwendet habe. Man kann 'Schuld' an seiner Erkältung sein, weil man sich nicht warm genug angezogen hat, aber man kann sich auch im moralischen Sinn schuldig machen, indem man z.B. bei seinen Kollegen Werbung für ein Medikament macht und von der Firma, die das herstellt, Geld dafür bekommt.

Das ist ein 'schuldig' in einem anderen Sinn. Hinzu könnte eine intellektuelle Schuld kommen, indem man z.B. die verfügbare Literatur über z.B. die Ursache oder die Prognose der MS liest, aber bewusst oder unbewusst nur die zitiert, die die eigene Meinung unterstützt. Dann nimmt man Pittock, die UKE und Prineas anscheinend gar nicht zur Kenntnis oder tut sie mit einem abwertenden Satz ab.

Ich meinte also wirklich unermessliche 'Schuld' des ärztlichen DMSG-Vorstandes, als ich das so schrieb, aber ich nehme diese Bemerkung natürlich sofort zurück, wenn ich merke, dass ich das Wort falsch benutzt habe.

Vielleicht ist das Wort so missverständlich, dass man es ganz und gar meiden sollte, aber was sollte man an seiner Stelle verwenden, wenn man aufrichtig bleiben will?

W.W.

PS: Und ich glaube auch, dass man das Wort 'wir' nicht vermeiden kann, ohne in die Bredouille zu kommen. Allerdings wird man 'Schuld' und 'wir' nie benutzen können, ohne von politisch korrekten Sprachhütern angegriffen zu werden. Sollten wir wirklich bestimmte Wörter aus der Sprache ausschließen, sind Flüchtlinge 'Flüchtende', Studenten 'Studierende' und ist Gott womöglich weiblich?

Eintrag gesperrt
3868 Views

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion