Ko- und Kontextabhängigkeit von Fachbegriffen (Allgemeines)

W.W., (vor 3462 Tagen) @ Boggy

Das Spielen mit verschiedenen Bedeutungen und Bedeutungsschattierungen von Wörtern, und ihrem assoziativen Bedeutungsumfeld, ist Sache der Literatur und der Poesie;
aber nicht Sache der Wissenschaft.

Wir hatten ja schon des Öfteren die Diskussion, ob Medizin eine Wissenschaft ist. Ich glaube nicht! Aber ich habe - darüberhinausgehend - Schwierigkeiten mit der Unterscheidung Poesie - Erzählung - Mythos - Urteil - Vorurteil - Spekulation - Ausflucht - Zeitungsinformation - schwierige Formel, die ich nicht verstehe - Wissenschaft.

Es ist sicher wichtig, das, was wahrscheinlich stimmt, von dem zu unterscheiden, was wahrscheinlich nicht stimmt, aber das, was unser Gespräch gehaltvoll macht, ist doch eine ganze Menge dazwischen. Ein Mosaik!

Ein Mensch, der nur naturwissenschaftliche Dinge von sich geben würde, wäre doch ein Graus! Er muss manchmal auch seine Gefühle äußern, Witze und Geschichten erzählen.

Obwohl Sie das vermutlich nicht mögen, aber ich schätze an Ihnen, dass Sie der Boggy sind, den ich mir vorstelle, und niemals auch nur für einen Millimeter von meiner Vorstellung abweichen.

'Wie schrecklich!', werden Sie sagen. 'Wie beruhigend!', meine ich.

Wir sind hoffentlich immer der, der wir sind, weil wir uns nicht verstellen. Aber von Verstellung ist ja auch gar nicht die Rede, sondern nur von Vorlieben, Splittern im Auge, wenn wir von 'Ausländern', 'Frauen', 'N*zis', 'Richard Wagner', 'Idealisten', 'Homosexualität' und Wittgensteinianern' reden. Wir sind dieses schreckliche Gemisch, und keine reine Formel.

W.W.

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