Training (Therapien)

Marc, (vor 3379 Tagen) @ Nalini

Hallo Philipp,
wie muss ich deine Antwort verstehen?
Plädierst du dafür, sich ruhig regelmäßig kräftig zu verausgaben, über die Leistungsgrenze hinaus?
Oder plädierst du so wie ich für ein angepasstes Training?

Hallo Nalini,

deine Frage ist sehr allgemein und wird bei Manchen fast so kontrovers wie "Basistherapie ja/nein?" angesehen.
Ich habe zumindest mal hierzu abendfüllende Diskussionen während meiner ReHa erlebt.

Man ist sich schon einig, dass regelmässige Bewegung gut tut.
Wieviel und Wovon wird aber nunmal stark von deinem persönlichen Verlauf und deinen Umständen abhängen.

Eine aus der Runde organisiert z.B. regelmässig mit einem Therapeuten namens Klaas Stechmann Faszien Trainings die von der AMSEL in BaWü angeboten werden und sieht Physiotherapie als maximal förderlich für jeden Verlauf: je mehr, je instensiver, je besser. Damit konnte sie wohl auch die ersten 16 Jahre seit ihrer Diagnose erfolgreich "weghauen". Das sagte aber eine, die selber schon immer ein kleines Kraftwerk war (mental und körperlich).

Auf der anderen Seite gab's z.B. einen, der nach etwa 20 Jahren aufgrund seiner Spastiken schon glücklich war 10-15 Minuten am Stück zu trainieren - unabhängig davon ob er noch Kondition oder Kraft für mehr gehabt hätte. Für ihn war jede Woche allein die Idee an 2 * 30 Min. Physio eine Herausforderung.

Die Kontrastbreite war/ist also groß. Aber natürlich hat man es dann einfacher, den Standpunkt der Gegenseite zu verstehen wenn alle in einen Raum zusammensitzen und sich persönlich kennengelernt haben. Daher waren das letztendlich sehr produktive Diskussionen wo jede(r) für sich neue Erkenntnisse gewinnen konnte.

Persönlich sind für mich erfolgreiche 25 Minuten Physiotherapie wenn ich mich danach wenigstens für ein paar Stunden besser fühle well ich irgendwelche Bewegungs/Dehnungsübungen nach Volta, PNF, Bobath,.. gemacht habe. Dazu gibt's idR "Hausaufgaben" die ich abends, am Wochenende, oder sonstwann machen soll wenn ich es mir kräftemäßig einteilen kann. Wenn es eine Doppelstunde gibt, machen wir noch an den Geräten (Ergo, SRT,..) was.

Dein tägliches Training wird also immer ein Kompromiss sein aus dem wie du dich fühlst und was du "tun solltest".
Das kannst nur du jeden Morgen entscheiden. :-)

Viele Grüße,
Marc

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