Im Land der Lüge (Allgemeines)
Wenn Politiker oder Wirtschaftsverbände positiv über Freihandelsabkommen reden und nach Gründen gefragt werden langt idR der Verweis auf die wirtschaftlichen Transformationen, die in den vergangenen 30 Jahren in regionalen Binnenmärkten in Europa, Nord/Süd Amerika und Asien stattfanden. Im Falle von TIPP ist die Schwierigkeit nicht grundsätzlicher Natur sondern eine Angleichung der unterschiedlichen Strukturen im Natur und Verbraucherschutzbereich. Daher sind die kritischsten Gegner in Organisationen wie z.B. Greenpeace oder diesem Foodwatch Dings zu finden gewesen.
Es geht um diesen Satz, den ich nicht verstehe. Sie schreiben:
Danke für ihre ehrlichen Worte. Ich würde mir einbilden, dass mein erster Absatz so auch 1:1 als Einleitung in einem weiterführendem Zeitungsartikel oder einem Fernsehbericht mit mehr als 5 Min. länge stehen würde. Wenn sie also bereits nach den ersten 10 - 15 Sekunden "kein einziges Wort mehr verstehen" werden wirkliche Erörterungen zum jeweiligen Beispiel in dieser Sendung hier schwierig werden.
Ich gestehe es nur ungern, weil ich weiß, dass es begriffsstutzig aussieht, aber ich weiß nicht, was die 'Transformationen' sind, von denen Sie reden. Und ich verstehe nicht, warum die Schwierigkeiten 'nicht grundsätzlicher Natur [sind]', sondern eine 'Angleichung'. Und warum die 'kritischsten Gegner' bei Greenpeace usw. gewesen sind.
Sicher, man kann mir das erklären, aber ich glaube, das würde es nicht besser machen! Sie meinen, Sie schrieben so, dass man es gut verstehen kann, und ich meine, Sie drücken sich unverständlich aus. Das ist ein grundsätzliches Problem. Ich bin für eine einfache Sprache, die man nicht noch einmal übersetzen muss.
Sie plädieren für eine anspruchsvollere Sprache, die ich eigentlich ablehne, weil sie verschnörkelt und verklausuliert und möglichst wenig angreifbar ist.
Vielleicht ist es gerade das: Wie Vincent van Gogh bei allem, was er gemalt hat, schrecklich übertrieben hat (Kein Stern am Nachthimmel in Arles sieht so aus!), so dürfen wir uns nicht scheuen, klar zu sprechen, auch wenn es manchmal angreifbar ist.
W.W.